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Tipps & Tricks Know-how zur Digitalfotografie
Blendwerte und Belichtungsautomatiken
Die Blende ist ein Bestandteil des Objektivs und ist für die Menge des Lichts zuständig, welches durch die Linsen auf den Sensor fällt. Wie bei den ISO-Werten sind die verschiedenen Werte auch hier in eine international gültige Skala eingeteilt, die beispielsweise von f2 bis f22 reicht. Dabei stehen die kleinsten Werte für die größten Blenden, hier wird also am meisten Licht durch den Sensor gelassen.
Auswirkungen haben die verschiedenen Blendenwerte auf die Schärfentiefe der Bilder. Je größer der Blendwert wird (gering geöffnete Blende!), desto größer wird auch der Bereich, den die Kamera scharf aufnimmt. Bei einem hohen Blendwert wird also der gesamte Motivbereich vom Vorder- bis zum Hintergrund scharf abgebildet. Ein niedriger Blendenwert dagegen bewirkt einen unscharfen Hintergrund, der beispielsweise bei Portrait- oder Makroaufnahmen gewollt ist, um das Motiv durch die geringe Schärfentiefe vom Hintergrund zu "lösen". Damit wird die Bildwirkung gesteigert und der Blick des Betrachters wird auf das eigentliche Motiv gelenkt.
Das Vornehmen der verschiedenen Einstellung erfordert einiges an Erfahrung. Gut ausgestattete Digitalkameras bieten daher verschiedene Belichtungsautomatiken, die diese Einstellungen je nach Bedarf selber vorgeben. Die über Wahlräder oder das Menü wählbaren Belichtungsautomatiken unterscheidet man in vier Hauptgruppen: Vollautomatik, Zeitautomatik, Blendenautomatik und Motivprogramme.
Die Vollautomatik - auch Auto-Modus genannt - ist die Standardeinstellung Ihrer Kamera. Hier erledigt die Elektronik alles von alleine und trifft alle Entscheidungen für die Belichtung. Damit bekommen Sie Bilder in einer Art "Rohzustand", die Sie später in einem Bildbearbeitungsprogramm kreativ mit Tonwerten, Farben und anderen Einstellungen bearbeiten können. Der Nachteil der Vollautomatik aber ist, dass die Fotos vom verfügbaren Licht und nicht von Ihren individuellen Einstellungen abhängig sind und bestimmte Effekte wie beispielsweise die Schärfentiefe nicht nach den eigenen Vorstellungen beeinflusst werden können. Hierfür müssen Sie eine der anderen Modi wählen. Wann Sie welchen Modus einsetzen sollten, erfahren Sie in der nächsten Ausgabe des Fotokasten-Newsletters. Oder Sie entscheiden sich für das Praxishandbuch "Digitale Fotografie", in welchem Sie zu diesen und vielen anderen Themen ausführliche Informationen finden. |
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