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Tipps & Tricks
Know-how zur Digitalfotografie



Die richtige Bildauflösung und Komprimierung


Wie Ihnen sicherlich bekannt ist, ist einer der wichtigsten Punkte bei den Digitalkameras die Auflösung, die in Megapixeln angegeben wird. Digitale Bilder werden aus einer Menge kleiner Pixel gebildet, je mehr Pixel vorhanden sind, desto besser wird das Ergebnis – vorausgesetzt natürlich, Sie fotografieren mit den richtigen Einstellung. Darüber haben wir in den vergangenen fotoKASTEN-Tipps ausführlich berichtet.

Eine hohe Auflösung bildet die Details eines Motivs besser ab, da mehr Pixel – also Detailinformationen – zur Verfügung stehen. Damit können Sie die Bilder auch in größeren Formaten belichten lassen und haben mehr Spielraum, wenn Sie später nur einen Motivausschnitt verwenden wollen.

Der Nachteil aber ist, dass je höher Sie die Bildauflösung wählen, desto mehr Speicherplatz auf der Karte für ein einzelnes Foto benötigt wird. Fotografieren Sie beispielsweise mit einer 4-Megapixel-Kamera im unkomprimierten TIFF-Format, belegt bereits ein einzelnes Bild 11 Megabyte auf der Speicherkarte – die „Aufnahmekapazität“ ist also schon nach wenigen Aufnahmen erschöpft. Wollen Sie dagegen Bilder für Websites erstellen, reicht hier schon eine Auflösung, die dem Bild eine Dateigröße von maximal 120 Kilobyte gibt – hiervon können Sie je nach Speicherkarte mehrere hundert Bilder abspeichern. Die richtigen Einstellungen hängen also immer davon ab, was Sie mit den Bildern machen wollen.

Aber Achtung: Wegnehmen tut weh! Die Datenreduzierung geht natürlich immer zu Lasten der Qualität, die späteren Verwendungsmöglichkeiten Ihrer Aufnahmen werden eingeschränkt. Übertreiben Sie die Reduzierung der Auflösungseinstellungen, werden typische JPEG- Effekte sichtbar: wo sich die Farben nur in kleinen Schritten ändern, löst sich das Bild in quadratische Kompressionsblöcke auf, während sich an kontrastreichen Konturen unschöne „Geisterbilder“ zeigen.

Grundsätzlich haben Sie zwei verschiedene Möglichkeiten, den Datenumfang der Bilder zu beeinflussen. Sie reduzieren die Bildauflösung (und damit auch die Bildgröße), oder Sie erhöhen die Stärke der JPEG-Komprimierung. Die Veränderung der Bildauflösung (Pixelgröße) nehmen Sie im Aufnahme-Modus Ihrer Digitalkamera vor, meist sind hier drei oder vier verschiedene Stufen zur Auswahl. Beispielhaft zeigen wir Ihnen vier Stufen einer Kamera mit 4 Megapixeln auf, bei der die Bilder in der niedrigsten Komprimierungsstufe gespeichert werden. Die detaillierten Anforderungen, wenn Sie Papierabzüge oder Fotogeschenke bestellen wollen, finden Sie hier.

2272 x 1704 Pixel: Diese Auflösung eignet sich für Papierabzüge bis zum Format 20x30 cm, auch für Formate darüber hinaus oder Foto-T-Shirts sind gute Ergebnisse zu erwarten. Der Speicherbedarf einer Aufnahme liegt bei 11 Megabyte.
1600 x 1200 Pixel: Für Ausbelichtungen bis zum Format 15x20 cm wählen Sie diese Auflösung, auch für Fototassen ist diese Qualität mehr als ausreichend – ein Bild benötigt aber immer noch rund 5,5 Megabyte Speicherplatz.
1024 x 768 Pixel: Zu empfehlen ist diese Auflösung für Belichtungen auf das Standardformat 10x15 cm und vollformatigen PC-Präsentationen. Der Speicherbedarf liegt bei rund 2,3 Megabyte.
640 x 480 Pixel: Wenn Sie Bilder für eine Website machen, reicht diese niedrigste Auflösung aus. Eine Ausbelichtung dieser rund 900 KB großen Bilddateien ist aber nicht mehr zu empfehlen.
Wie eben angesprochen, gibt es neben der Veränderung der Auflösung im Regelfall auch noch die Möglichkeit, die JPEG-Komprimierung beim Speichern des Bildes zu beeinflussen. Auch hier werden Ihnen meist drei oder vier verschiedene Stufen im Kameramenü angeboten. Wie sich diese auf die Dateigrößen einer Kamera mit 4 Megapixeln auswirken sehen Sie in der nachfolgenden Tabelle:
Komprimierungsstufe
Auflösunggeringmittelhoch
2272 x 1704 Pixel2 MB 1,1 MB 556 KB
1600 x 768 Pixel 1 MB 558 KB 278 KB
1024 x 768 Pixel 570 KB 320 KB 170 KB
640 x 480 Pixel 249 KB 150 KB 84 KB


Die unterschiedlichen Komprimierungsstufen können sie natürlich auch mit den verschiedenen Auflösungen kombinieren – denken Sie aber bitte an den Qualitätsverlust. Zu einem schlechteren Druckergebnis führt eine geringere Auflösung in der Regel mehr als eine verstärkte Komprimierung.

© 2003-2007 by Tinte & Klecks Limited. Veröffentlichung, auch teilweise, nur mit schriftlicher Genehmigung.




© 2003-2007 by Tinte & Klecks Limited. Alle Angaben ohne Gewähr und ohne den Anspruch auf Vollständigkeit.