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Tipps & Tricks Know-how zur Digitalfotografie
Die Schärfentiefe und das Rauschen
Das Motiv vom Fotografen "fortzuschieben", ist die Spezialität von Weitwinkelobjektiven. Vor allem in begrenzten Räumlichkeiten, bei denen kein großer Abstand zum Motiv genommen werden kann, werden diese darum gerne verwendet. Anders als bei Teleobjektiven erzielt ein Weitwinkelobjektiv auch bei niedrigen bis mittleren Blendwerten eine große Schärfentiefe. Nun haben die meisten Digitalkameras keine Wechselobjektive. Das Zoomobjektiv aber übernimmt diese Aufgabe und lässt Sie den Unterschied zwischen Tele- und Weitwinkeleinstellung ausprobieren.
Obwohl man von Haus aus immer um eine bestmögliche Bildschärfe bemüht ist, kann eine Unschärfe manchmal aber auch eine Bildaussage steigern und untermalen. Die Schärfentiefe ist neben der Bewegungsunschärfe eines der wichtigsten Gestaltungsmittel in der Fotografie. Fokussiert man die Kamera auf das Hauptmotiv, kann das Objekt so eingestellt werden, dass es die vor oder hinter ihm liegenden Bereiche scharf oder unscharf aufnimmt. Oft muss man sich mit dem Gedanken, absichtlich unscharfe Bereiche zu fotografieren, anfreunden. Aber versuchen Sie es doch einfach mal und vergleichen Sie Ihre Aufnahmen.
Oft unabsichtlich tritt bei Aufnahmen ein ärgerliches "Rauschen" auf, ein grobes Pixelmuster wird sichtbar. Dies liegt meistens an den Einstellungen Ihrer ISO-Werte. Wie bei analogen Filmen gilt nämlich auch hier, dass ein empfindlicher ISO-Wert nicht gerade zur Verbesserung der Bildqualität beiträgt. Bei Vergleichbaren Werten tritt dieser Effekt bei Digitalkameras viel unangenehmer auf als bei den Filmen für Analogkameras. Gute Digitalkameras kompensieren die Neigung zum Rauschen durch lichtstarke Optiken, nicht selten fotografiert der Kenner deshalb noch bei niedriger ISO-Empfindlichkeit und einer Blendenöffnung von f2 oder f2,8, auch wenn das Tageslicht schwach ist.
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