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Tipps & Tricks Know-how zur Digitalfotografie
Farbtöne, Farbsättigung und Maskenauswahl
Zu Farbtönen, der Farbsättigung und Feinkorrekturen mit Hilfe Ihres Bildbearbeitungsprogramms informieren wir Sie in dieser Ausgabe der Fotokasten-Tipps. Im Dialog „Farbton/Sättigung“ kann der Sättigungsgrad der Farben digital optimiert werden. Diese Korrekturfunktion basiert auf den Farbkreis, über den wir bereits in den letzten Fotokasten-Tipps berichtet haben. Im Gegensatz zum Dialog „Farbbalance“ ist die Korrektur hier aber auch parallel zum Farbkreisrand machbar.
Ermöglicht wird die Korrektur der Einzelfarben hier auf Basis des so genannten HSB-Farbmodells, das Farbton, Sättigung und Helligkeit trennt. Folgendermaßen gehen Sie vor:
- Wählen Sie im Menü „Bearbeiten“ den Punkt „Standard“ aus, um alle Farbkomponenten gleichmäßig zu ändern.
- Für die gezielte Änderung einzelner Farben wählen Sie eine der sechs Primär- oder Sekundärfarben im Aufklappmenü der Funktion „Farbton/Sättigung“ aus. Die Bewegung des Reglers „Farbton“ entspricht dabei einer Bewegung entlang des Farbkreisrandes, die Werte im Ziffernfeld geben die Gradzahl der Drehung auf dem Farbkreis an.
- Mit den Schiebereglern „Sättigung“ und „Lab-Helligkeit“ kann zusätzlich die Intensität und Helligkeit der ausgewählten Farben optimiert werden. Sinnvoll ist dies vor allem, wenn die Farbtöne im Verlauf der Bildbearbeitung zu leuchtend oder dunkel und stumpf geworden sind. Der Sättigungsregler schafft hier gezielt Abhilfe, nach links geschoben schwächt er die Farben ab, nach rechts werden sie satter. Ein kleiner Tipp: Wechseln Sie öfter zwischen der Vorschau und der alten Version Ihres Bildes hin und her, denn die Korrekturen werden jetzt immer weniger offensichtlich, es wird praktisch der letzte Schliff gegeben.
Ein weiteres Werkzeug zur Farbkorrektur ist die „selektive Farbkorrektur“. Selektiv bedeutet dabei, dass die Veränderung des Anteils einer Einzelfarbe keinen Einfluss auf die Zusammensetzung der restlichen Grundfarben hat. Interessant ist hier vor allem die Möglichkeit, so genannten Nichtfarben wie Weiß, Frau oder Schwarz zu korrigieren, die über den Farbkreis nicht zu erreichen sind. Den entsprechenden Dialog erreichen Sie über „Bild“ – „Einstellungen“, dann geht es so weiter:
- Wählen Sie aus dem Aufklappmenü „Farben“ die Farbe aus, die korrigiert werden soll. Zusätzlich zu den sechs Farben können Sie hier auch die eben beschriebenen Nichtfarben wählen.
- Indem Sie den Regler der Farben Cyan, Magenta, Gelb oder Schwarz vorsichtig bewegen, korrigieren Sie die ausgewählte Einzelfarbe.
- Bevor Sie die Änderungen bestätigen, überprüfen Sie die einzelnen Farbwerte am Besten nochmals über die „Infopalette“.
Lassen Sie sich von den anfangs oft noch verwirrenden Werkzeugen und verschiedenen Reglern nicht entmutigen, Sie werden sehen, nach einigen bearbeiteten Bildern wird alles zur Routine! Wenn Sie sich in der Bearbeitung Ihrer Bilder einigermaßen sicher sind, dann haben wir Ihnen noch einen weiteren Tipp für besonders schwierige Fälle.
Manchmal nämlich kann es vorkommen, dass ein Foto zwei solch gegensätzliche Farb- und Tonwertbereiche hat, so dass sich bei der Korrektur eines Bereiches der andere verschlechtern würde. Hier stößt auch der Computer an seine Grenzen, ohne unsere Hilfe ist eine Verbesserung nicht möglich. Wir müssen dem Computer sozusagen erst zeigen, welchen der zwei Bildbereiche wir korrigieren wollen. Eine Maskenauswahl muss getroffen werden.
Dafür müssen Sie vom Standardmodus in den Maskierungsmodus wechseln und mit dem Malwerkzeug den Maskenfilm aufzeichnen. Und so geht’s:
- Nehmen Sie ein so genanntes Auswahlwerkzeug wie den Zauberstab, das Auswahlrechteck oder das Lasso. Damit grenzen Sie den Bereich grob ein, bevor Sie präzisere Werkzeuge wie den Pinsel einsetzen. Die zu schützenden Bereiche liegen im Normalfall unter einer transparent-roten Maske, der ausgewählte Bereich bleibt normal sichtbar.
- Mit dem Malwerkzeug können Sie bei Bedarf kleinste Unregelmäßigkeiten der Maskenkante unter der Lupe korrigieren. Bei sehr feinen Details empfehlen wir Ihnen, die Pinselspitze über die Werkzeugspitzen-Palette zu verkleinern. Ist alles perfekt, wechseln Sie wieder in den Standardmodus, der die Auswahl mit einer aktiven Linie darstellt.
- Nun können Sie die Korrekturen am Tonwert und den Farben für den ausgewählten Bereich wie vorher besprochen durchführen. Um den anderen Bereich zu korrigieren, verwenden Sie den Befehl „Auswahl“ – „Auswahl umkehren“.
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