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Tipps & Tricks
Know-how zur Digitalfotografie



Korrektur der Farben


Farbstiche oder Farben, die zu stark oder zu wenig gesättigt sind, stellen ein häufig auftretendes Problem in der digitalen Fotografie dar. Häufig entstehen Farbstiche, wenn der Weißabgleich falsch eingestellt wurde – sehen Sie sich hierzu bitte die Folge 8 der Fotokasten-Tipps nochmals an.

Viele der gängigen Bildbearbeitungsprogramme halten sehr effektive Spezialwerkzeuge für die Verbesserung der Farbwirkung bereit. Beachten Sie aber bitte, dass alle Korrekturen einer Grundfarbe sich mehr oder weniger stark auf die gesamte Farbbalance des Bildes auswirken – korrekt dargestellte Bildbereiche können negativ beeinflusst werden. In solchen Fällen sollten Sie mit Auswahlen arbeiten, um nur bestimmte Bereiche zu ändern.

Nun aber zu den Farbstichen. Um einen solchen zu beseitigen, muss man ihn natürlich erst einmal identifizieren. Sie erkennen sie nicht in den gesättigten Farben, sondern in den grauen Mitteltönen des Motivs. Sollten Sie sich nicht sicher sein ob ein Motivbereich, der eigentlich neutralgrau sein sollte (z.B. eine graue Fassade), im digitalen Bild ebenfalls neutralgrau wiedergegeben wird, dann wählen Sie im Menüpunkt „Fenster“ die Option „Informationen einblenden“, um die „Infopalette“ zu öffnen (so gehen Sie beim Photoshop vor, andere Bildbearbeitungsprogramme können eine andere Menüführung und –bezeichnung haben). Mit ihr können Sie die Grautöne exakt messen, wenn Sie den Cursor über diese Bereiche bewegen und die RGB-Werte ablesen: Neutralgraue Bereiche werden mit annähernd gleichen Anteilen von Rot, Grün und Blau angezeigt. Ist dies nicht der Fall, so liegt ein Farbstich vor.

Zur Korrektur von Farbstichen finden Sie in den Bildbearbeitungsprogrammen verschiedene Werkzeuge, die alle recht intuitiv zu bedienen sind und in deren Anwendungen Sie sich durch einige Versuche schnell einarbeiten.

Wenn Sie die Korrektur nicht nur intuitiv, sondern gezielt angehen wollen, dann kann es hilfreich sein den Farbkreis zu Rate zu ziehen. Der Farbkreis hilft vorherzusagen, welchen Einfluss die Veränderung einer Farbkomponente auf die anderen Farben im Bild haben wird. Die Hell-Dunkel-Werte im Bild bleiben übrigens unbeeinflusst.

Ein gutes Werkzeug zur Entfernung von Farbstichen über die so genannte Gradationskurve bietet der Dialog „Farbbalance“. Diese Funktion ist für allgemeine Farbkorrekturen geeignet, die sich über weite Teile des Bilder erstrecken. Mit den folgenden sieben Schritten (bei Photoshop) optimieren Sie Ihr Bild:
  1. Öffnen Sie den Dialog „Farbbalance“ über „Bild – Einstellungen“
  2. Treffen Sie im Dialogfester zuerst eine Vorauswahl für den Tonwertbereich, der farblich korrigiert werden soll. Dazu klicken Sie auf einen der Schalter „Lichter“, „Mitteltöne“, oder „Tiefen“.
  3. Farbstiche machen sich überwiegend in den „Mitteltönen“ und „Lichtern“ bemerkbar, weshalb die Korrektur in einem dieser Tonwertbereiche beginnen sollte. Ziehen Sie den entsprechenden Regler aus der Farbe heraus, die den Farbstich verursacht und ziehen Sie ihn in die Richtung der im Farbkreis gegenüberliegenden Farbe.
  4. Kontrollieren Sie das Ergebnis eventuell mit der „Infopalette“ in den neutralgrauen Bildbereichen. Bei Bedarf können Sie nun den nächsten Tonwertbereich korrigieren.
  5. Wechseln Sie häufiger zwischen aktivierter und deaktivierter Vorschau, um die neue mit der alten Version Ihres Bildes vergleichen zu können.
  6. Überprüfen Sie zum Schluss auch die Tiefen des Bildes. In den Schattenpartien kann man in der Regel ein kühleres Cyan oder Blau hinzugeben.
  7. Wenn sie fertig sind bestätigen Sie Ihre Korrekturen mit OK.
© 2003-2007 by Tinte & Klecks Limited. Veröffentlichung, auch teilweise, nur mit schriftlicher Genehmigung.




© 2003-2007 by Tinte & Klecks Limited. Alle Angaben ohne Gewähr und ohne den Anspruch auf Vollständigkeit.