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Weißabgleich optimal einsetzen


Das Gehirn korrigiert ständig den Eindruck der Augen: Helle Bereiche etwa werden möglichst neutral in Weiß dargestellt, auch wenn bei Kerzenschein Gegenstände in Wirklichkeit viel gelber aussehen als bei Tageslicht. Damit Fotos immer der gewohnten, vom Gehirn gefilterten Wahrnehmung entsprechen, muss die Kamera das Licht ebenfalls analysieren und gegebenenfalls korrigieren. Dazu dient der automatische Weißabgleich. Damit er korrekt arbeitet, ist im fotografierten Motiv eine helle, möglichst weiße Fläche erforderlich. Fehlt sie, hat die Automatik keinen Vergleichswert. Abhilfe schaffen in diesem Fall Korrekturverfahren, die in der Kamera vorprogrammiert sind. Sie werden meist durch Glühbirnen, Neonleuchten oder Wolken symbolisiert. Wer ganz sicher gehen will, hält vorübergehend ein weißes Blatt Papier vor die Kamera und ruft den manuellen Weißabgleich auf. Die Kamera ermittelt dann die Abweichungen durch das Umgebungslicht, speichert sie und wendet die korrigierten Werte auf alle folgenden Aufnahmen an - auch wenn das Blatt aus dem Sucherbereich wieder entfernt wird.        
© 2003-2007 by Tinte & Klecks Limited. Veröffentlichung, auch teilweise, nur mit schriftlicher Genehmigung.




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