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Know-how zur Digitalfotografie



Zeitautomatik, Blendenautomatik und Motivprogramme


Einer dieser Modi ist die Zeitautomatik. Diese eignet sich besonders für die Gestaltung mit der Bildsschärfe und Unschärfe. Bei der Zeitautomatik geben Sie einen festen Blendwert vor, dem Ihre Kamera automatisch eine der Helligkeit des Motivs entsprechende Verschlusszeit zuordnet. Bei vielen Kameras erscheinen die entsprechenden Werte dann im Display oder der Monitor-Vorschau. Wie Sie vielleicht noch aus der letzten Ausgabe der Fotokasten-Tipps wissen, wird der scharf aufgenommene Bereich umso größer, als der Blendwert wird (kleine Blende!). Je näher Sie dem Hauptmotiv kommen, desto geringer wird die Schärfentiefe, selbst bei kleiner Blende kann diese nur wenige Millimeter betragen. In diesen Fällen wählt die Zeitautomatik eine lange Verschlusszeit, die den Einsatz eines Stativs erforderlich macht, da sonst ein verwackeltes Bild entsteht.

Wenn Sie kein Stativ zur Hand haben, stellen Sie eine möglichst offene Blende (kleiner Blendwert von f2-f8) ein, damit "zwingen" Sie die Zeitautomatik, eine passende kurze Verschlusszeit zu wählen, bei der Sie nicht mehr verwackeln. Durch die generell größere Schärfentiefe digitaler Kameras ist dieses Vorgehen bei schwierigen Lichtverhältnissen erfolgreicher als bei analogen Kleinbildkameras.

Ein weiterer Aufnahme-Modi ist die Blendenautomatik. Sie arbeitet genau umgekehrt zur Zeitautomatik, das heißt Sie wählen hier die Verschlusszeit, die Kamera wählt eine der Helligkeit und der Verschlusszeit angepasste Blende. Die Wahl der Blendenautomatik ist letztendlich eine Frage der Bildintention: Wenn Sie die Dynamik bewegter Szenen ausdrücken wollen, empfehlen wir Ihnen eine lange Verschlusszeit, während eine kurze Belichtung den Bewegungsablauf eines Moments praktisch "einfriert". Experimentieren Sie doch einfach mal mit den verschiedenen Einstellungen, Sie werden sehen, es werden interessante Sport- oder Actionaufnahmen entstehen. Und lassen Sie sich nicht schon nach wenigen nicht erfolgreichen Versuchen entmutigen, gerade digitale Kompaktkameras erfordern Routine, um die Verzögerungszeit zwischen Auslösen und der tatsächlichen Bildaufnahme zu kalkulieren. Übrigens: Interessante Wischeffekte bei bewegten Motiven entstehen, wenn Sie lange Verschlusszeiten wählen.

Die letzten Einstellungen, die wir Ihnen heute vorstellen, sind die Motivprogramme wie Sport, Nacht, Porträt oder Landschaft. Ähnlich der Vollautomatik ist hier keine Kenntnis der Zusammenhänge zwischen Blende und Verschlusszeit nötig, trotzdem werden in bestimmten Aufnahmesituationen bessere Resultate erzielt. Je nach gewählten Motivprogramm misst Ihre Kamera das Licht automatisch und legt die Werte für Blende und Verschluss entsprechend fest. So hat beispielsweise bei Sportaufnahmen eine kurze Verschlusszeit Priorität, während bei Porträtaufnahmen der offenen Blende der Vorzug gegeben wird.
© 2003-2007 by Tinte & Klecks Limited. Veröffentlichung, auch teilweise, nur mit schriftlicher Genehmigung.




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